HYPERREAL
Inszenierte Fotokunst International
Rommert Boonstra [NL]
Thomas Brenner [D]
Winfred Evers [NL]
Flatz [AU]
David Haxton [USA]
Anja Jensen [D]
Martin Liebscher [D]
Vera Loermann [D],
Alexander Timtschenko [D]
Arthur Tress [USA],
Joel-Peter Witkin [USA]
Thomas Wrede [D]
Erwin Wurm [AU]
Ton Zwerver [NL].
kuratiert von IKON STUDIO Michael Köhler
Eröffnung Dienstag, den 29. April
ab 19.00 Uhr
Öffnungszeiten:
Mo-Fr 14 - 18.30; Sa 11-16 Uhr
29. April - 31. Mai 2003
GALERIE OBJEKTE
Wolfgang F. Maurer
Kurfürstenstrasse 17
D-80799 München
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Anfang der 1980er Jahre kündigte sich ein grundlegender Wandel der
Bild- strategien von Fotokunst an. Verlangte die Ästhetik der »modernen« Fotografie, daß man seine Bilder findet - ohne an Motiv, Negativ und Abzug zu manipulieren, so lebte die neue, »postmoderne« Fotokunst vom Gegenteil: sie »erfand« ihre Motive und nahm keinerlei Rücksicht auf »Authentizität« des Motivs oder »Reinheit« von Negativ und Abzug.
Zur spektakulärsten Variante der neuen Fotokunst entwickelte sich das »inszenierte« Bild, bei dem das Motiv eigens für die Aufnahme konstruiert bzw. arrangiert wird und der Künstler neben der Rolle des Kameramanns noch die von Regisseur, Bühnen-, Kostüm- und Maskenbildner übernimmt, bisweilen sogar die eines Akteurs.
Das Genre kennt diverse Spielarten: Selbstinszenierungen, das Narrative Tableau, Miniaturbühnen, Stilleben und Skulpturen. Ursprünglich borgten die Foto-InszeniererInnen ihre Anregungen aus der Populärkultur. Dann plünderte man auch die Kunst- und Fotogeschichte. Geblieben ist Neigung zum Vexierspiel, zur Simulation; die Vorliebe für Pastiche und Travestie; der Spaß an schrägen Sujets und greller Farbigkeit.Die Ausstellung präsentiert Tableaus, Prints, Mappen und Einzel-Editionen seit 1980.